Mailand

PFARRAMT

Milano

Via Marco De Marchi 9 – 20121 Milano

Tel: 02 6552858
Fax 02 6552858

milano@chiesaluterana.it
www.ccpm.org
www.mailaenderkantorei.itfacebook.mailaender-Kantorei

Gemeindebrief

Kirche

Via Marco De Marchi

Via Marco De Marchi 9 – 20121 Milano

Gottesdienste: Sonntags um 10.00 Uhr.

Pfarrer

Johannes de-Fallois und Anne Stempel-de-Fallois (ref.)

defallois@chiesaluterana.it

stempel-defallois@chiesaluterana.it


Nora Foeth (luth.)

foeth@chiesaluterana.it

 

 

Die Chiesa Cristiana Protestante in Milano (Christlich-Protestantische Kirche in Mailand; CCPM) wurde 1850 von französisch- und deutschsprachigen reformierten Schweizern und von lutherischen Deutschen gegründet. Schon in den Jahrzehnten zuvor wurden Gottesdienste in Privatwohnungen gefeiert. 1864 konnte eine eigene Kirche eingeweiht werden, die bis heute Zentrum des Gemeindelebens ist.
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Gemeinde dem italienischen Umfeld geöffnet und ist heute ein angesehener Partner im kirchlichen und kulturellen Leben der Stadt Mailand. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf weite Teile der Lombardei (mit Ausnahme der Provinzen Brescia und Mantua), doch der Großteil der ca. 600 lutherischen und reformierten Mitglieder aus verschiedenen Nationen und der über 300 Freundinnen und Freunde wohnt in Mailand und der weiteren Umgebung. Die Gemeinde hat zwei Pfarrstellen: eine lutherische und eine reformierte, sodass beide protestantischen Traditionen in Verkündung, Seelsorge, Theologie und Spiritualität auf Deutsch wie auf Italienisch vertreten sind.
An allen Sonn- und Feiertagen wird um 10 Uhr in Mailand Gottesdienst gefeiert (außer in der Sommerpause); alle Gottesdienste werden prinzipiell zweisprachig deutsch-italienisch gefeiert, ebenso werden einige Angebote zweisprachig durchgeführt (z.B. Konfirmationsunterricht für Jugendliche).
Weitere Gottesdienste werden gefeiert:
– im Seniorenheim „La Residenza“ in Malnate/VA (in der Regel einmal im Monat auf Italienisch, außer in der Sommerpause),
– sowie in der Kirche San Defendente in Cerro di Laveno (VA), Ortsteil Ceresolo (in der Regel zweisprachig; am 2. Weihnachtsfeiertag, am Ostermontag sowie in den Monaten Juli und August).
Die CCPM bietet zahlreiche geistliche, soziale und kulturelle Aktivitäten an. Zu diesen zählen sowohl regelmäßig stattfindende Treffen wie z.B. Frauenkreis, Glaubenskurse oder der Kindergottesdienst, als auch Vorträge und ökumenische Begegnungen, mit denen die Gemeinde Impulse für das Kulturleben Mailands gibt. Ein Besuchsdienst nimmt sich einsamer und bedürftiger Menschen an.
Einen besonderen Ruf hat sich die Gemeinde durch ihre Konzerte erworben. So gilt die Tamburini-Orgel als eines der besten Instrumente Norditaliens. Auch die Konzerte des Gemeindechors, der Mailänder Kantorei, die vor allem Werke von Johann Sebastian Bach zu Gehör bringt, stoßen in Mailand auf ein großes Echo.
Ein Publikumsmagnet ist der am 1. Adventswochenende (Ende November) stattfindende Mailänder Christkindlesmarkt rund um die Kirche in der Via Marco De Marchi. Seit April 2011 hat die Gemeinde einen Garten des Glaubens eröffnet, der ein Zeichen der Besinnung sowie der Bewahrung und Pflege der Schöpfung inmitten der hektischen Großstadt sein möchte.
Die Chiesa Cristiana Protestante in Mailand ist eine Gemeinde der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien (ELKI); außerdem ist sie Mitglied des Schweizer Evangelischen Kirchenbunds (SEK).
Die Gemeinde pflegt seit Jahrzehnten den ökumenischen Dialog sowohl mit den protestantischen Schwesterkirchen als auch mit der ambrosianisch-katholischen Kirche. Sie gehört als Gründungsmitglied dem Rat der Christlichen Kirchen von Mailand (seit 1998) sowie dem Forum der Religionen von Mailand (seit 2006) an.
Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Gemeindebrief, auf unserer Homepage oder in unserem Pfarrbüro (Montag bis Freitag zwischen 9.30 – 12.30 Uhr).

Die Gemeinde hat zwei lutherischen Pfarrämter: ein Pfarramt mit der Pfarrerin Nora Foeth, und ein reformiertes Pfarramt mit dem Pfarrehepaar Anne Stempel-de-Fallois und Johannes de Fallois.

Sterben, Tod und Leben – Keiner geht verloren
Konfirmanden aus Mailand besuchen den „Cimitero Monumentale“

Passend zur Jahres- und Kirchenjahreszeit (Allerheiligen, Volkstrauertag, Bußtag, Toten- bzw Ewigkeitssonntag) stand beim Konfirmandenkurs in Mailand das Thema “Das Sterben, der Tod und das Leben – keiner geht verloren” auf dem Programm. Begonnen wurde mit einem Besuch auf dem Cimitero Monumentale im Stadtzentrum von Milano.Foto_gruppo

Mit Beobachtungsaufgaben sind die KonfirmandInnen in Kleingruppen über den Friedhof gegangen. Sie haben die besondere Natur dort beobachtet, überlegt, was Glocken und Bänke, Brunnen und vieles mehr für Funktionen an diesem Ort haben. Sie haben der auffälligen Stille und besonderen Atmosphäre mitten in der Hektik einer Millionenmetropole nachgespürt. Symbole des Todes und des ewigen Lebens wurden gesucht, Gefallen und Missfallen formuliert. Natürlich sollten sie auch berühmte Grabmäler besuchen, z.B. das von Verdi, Caravaggio, Manzoni oder das von Davide Campari (ja ja, der vom Kräuter-Bitter). Diese Grabstätte ist Leonardos “Ultima Cena” (das Original hängt in der Kirche „Santa Maria delle Grazie“ in Mailand) nachempfunden und heißt im Volksmund deshalb nur “Ultimo Aperitivo“.

Nach dem Friedhofsbesuch wurden die Ergebnisse im Gemeindehaus in Kleingruppen ausgewertet und der Tag bei einer meditativen Schlussandacht in der dunklen Kirche abgeschlossen. Konfis hatten dort die Möglichkeit, Kerzen an der Osterkerze zu entzünden für eineN ToteN, an den/die sie besonders gedacht haben. Es wurden Kerzen entzündet für verstorbene Familienangehörige, für Mord- und Verkehrsunfallopfer, für Opfer von Krieg und Terror, aber auch für verstorbene Haustiere. Beim nächsten Konfi-Samstag kommen dann weiterführende Themen dran wie: “Was kommt nach dem Tod”, “Christliche Auferstehungshoffnung” “Wünsche eines Sterbenden” (Sterbebegleitung) sowie Trauer- und Beerdigungsbräuche. In jedem Fall stehen die Erfahrungen und Erlebnisse der Jugendlichen im Mittelpunkt und haben Vorrang.

Pfarrer Johannes de Fallois: “Es ist das spannendste Thema im Jahr. Die Jugendlichen haben so viele Fragen, auch weil das Thema “Tod & Sterben” in unserer sonst so aufgeklärten Gesellschaft immer mehr zum Tabuthema gemacht wird.”

Pfr. Johannes de Fallois, Mailand

Nachrichten aus der Gemeinde Mailand