Flüchtlinge

Jeder 113. Mensch auf der Erde ist nach Angaben der UNO (Stand 2015) Flüchtling. Insgesamt sind damit mehr als 65,3 Millionen Menschen auf der Flucht und Vertriebene oder Asylsuchende. Die meisten davon, 40, 8 Millionen sind Binnenflüchtlinge, also Menschen, die innerhalb ihres eigenen Landes flüchten mussten.

Die Zahl derer, die ihr Land verlassen mussten, ist durch die aktuellen Konflikte in Syrien und Afghanistan deutlich gestiegen. Wer das eigene Land verlassen muss, verbleibt oft in einem der Nachbarstaaten. So hat etwa der Libanon die höchste Flüchtlingsrate überhaupt. Auf 1000 Bewohner kommen dort 183 Flüchtlinge.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die sogenannte europäische Flüchtlingskrise nochmals anders dar: Nur die allerwenigsten Flüchtlinge erreichen Europa. Die Bemühungen der protestantischen Kirchen in Italien richten sich darauf, den Flüchtlingen vor allem nach ihrer Erstaufnahme, eine langfristige Perspektive zu ermöglichen.

Die Synode der ELKI hat sich in den letzten Jahren immer wieder mit der Flüchtlingsfrage beschäftigt und die Gemeinden ermutigt, sich in diesem Feld zu engagieren und nach Kooperationsmöglichkeiten zu suchen.

Die einzelnen Gemeinden der ELKI beteiligen sich an Flüchtlingsprojekten (Bozen) oder haben eigene Projekte wie etwa in Catania, wo mehrere anerkannte Flüchtlinge die Möglichkeit erhalten, eine Berufsausbildung zu absolvieren.

2017 hat die ELKI in Kooperation mit der FCEI, dem Bund Evangelischer Kirchen in Kirchen, ein Projekt mit Namen “Dublinati” ins Leben gerufen. Als “Dublinati” werden in Italien alle diejenigen Flüchtlinge bezeichnet, die unter das Dublin-III-Abkommen fallen. Das Ziel dieses Projektes ist es diesen Menschen, wenn möglich, Unterkunft und Hilfe in bürokratischen Belangen anzubieten.

Für genauere Informationen über die Projekte klicken hier.