Geschichte der ELKI / Intesa - Chiesa Evangelica Luterana in Italia

Geschichte der ELKI / Intesa

Die ELKI ist ein Zusammenschluss verschiedener Kirchengemeinden mit meist deutschen Wurzeln. Sie ist heute eine von Deutschland unabhängige und im italienischen Recht verankerte Kirche. 1995 ratifiziert das Parlament die Intesa mit der Italienischen Republik, ein Vertrag, der das Verhältnis zwischen der ELKI und dem Staat regelt.
Als 1949 in Rom die lutherische Kirche entstand, zählte sie noch Mitglieder aus dem kaiserlichen Ősterreich.Layout 1 Explizit lutherisch waren die Gemeinden in Bozen und Triest, in Florenz, Genua, Rom, Neapel, S.Remo und Venedig evangelisch, allesamt mit deutschen Wurzeln. Einzig die Mailänder protestantische Kirche war mit Schweizern vereint. Dabei reicht das Erbe historisch über die Venezianer Gemeinde in Luthers Zeit. Was nach zwei Weltkriegen blieb an Kirchen, Kurseelsorge, Friedhöfen und Hospitälern samt Verantwortlichen, suchte Hilfe vom Lutherischen Weltbund. Dieser half bei der Entstehung der evangelisch-lutherischen Kirche in Italien. Die neue EKD schloss erste Verträge und entsandte Pfarrpersonal in die „Auslandsgemeinden“. Die ersten ELKI-Gemeinden mauserten sich aber bald von nur “staatlich zugelassenen Kultstätten“ zu regelrechten juristischen Personen. 1961 gab es ein Dekret für die ELKI, 1995 wurde sie dann als „kirchliche Körperschaft“ im Gesetz 520 anerkannt, mit dem das Parlament den Staatsvertrag (“Intesa”) ratifizierte. So bietet die Republik Italien der ELKI  eine rechtlich-finanzielle Absicherung, ein zweisprachiges Heimatrecht und einen ökumenischen Bezugspunkt im Rahmen des “Bundes der evangelischen Kirchen in Italien” (FCEI) auch mit dem Katholizismus (1983 predigte mit Papst Woytila erstmals ein Papst in der evangelisch-lutherischen Kirche in Rom) sowie mit den unterschiedlichen diakonischen Einrichtungen. So trat schon 1957 der Pionier Idelmo Poggioli in Neapel und Umgebung mit Schulen und Gemeinden der ELKI bei. Diese profilierte sich im Laufe der Zeit weiter, z. B.  mit einem Frauennetzwerk, einer Gemeindeakademie, dem Melanchton-Studienzentrum und 2007 mit dem Umzug und Ausbau des Dekanats. Die “Intesa” beflügelte weitere Beitritte: Sizilien 1996, Ispra-Varese 2000, Verona 2006,  Turin 2009, Merano/Meran (gegründet 1876) 2008. Vielerorts wurde die Kurseelsorge ausgebaut. Diese Gemeinde-Vielfalt und Eigenständigkeit in Kollegialität wurde im 2006 revidierten ELKI-Statut festgeschrieben.