Bildung

Die reformatorischen Kirchen waren von Anbeginn  stark von den humanistischen Impulsen des 16. Jahrhunderts beeinflusst, weshalb die Reformation auch eine Bildungsbewegung war. Die Bibelübersetzung Martin Luthers und seiner Mitarbeiter sollte es nicht nur den Gebildeten, sondern allen ermöglichen, selbst und eigenständig in der Bibel lesen zu können. Das „sola scriptura“ (die Schrift allein) war somit nicht nur eine theologische Forderung der Reformatoren, sondern hatte bildungspolitische Konsequenzen.
Martin Luthers Schrift „An die Ratsherrn aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen“ von 1524 ist die erste und folgenreichste in dieser Hinsicht. Luther fordert darin, dem Niedergang der Schulen, den es in den ersten Reformationsjahren aufgrund der Schließung vieler Klöster und ihrer Lateinschulen gegeben hat, Einhalt zu gebieten und neue Schulen einzurichten. Luther kann damit als einer der ersten Wegbereiter der allgemeinen Schulpflicht in Deutschland angesehen werden.

Die ELKI bemüht sich nicht zuletzt durch ihre evangelische Schule Santa Maria della Bruna am Golf von Neapel, ihrem Bildungsauftrag in einem sozial schwierigen Umfeld  gerecht zu werden. Durch ihre Gemeindeakademie, die regelmäßig stattfindenden Prädikantenausbildungslehrgänge und weitere Initiativen verstärken darüber hinaus den Bildungsauftrag der ELKI.