Losung vom 29. März

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29 März
Worte zum Tag – 29.03.2020 (Sonntag) Trost
Auch wenn mein Geist in Ängsten ist, so kennst du doch meinen Pfad. (Psalm 142,4 Losung)
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und der Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller Bedrängnis. (2. Korinther 1, 3-4 Lehrtext)

Trost spenden, in Zeiten von Einsamkeit, Krankheit und Verlust. Den Ängsten dieser Tage etwas entgegensetzen. Wie sehr werden jene, die am stärksten von dieser Gefahr betroffen sind, sich nach einem freundlichen Wort, einem Händedruck oder einer Umarmung sehnen. 

Wie gerne würden die Angehörigen, Partner, Eltern oder auch Kinder jetzt den Betroffenen nahe sein. Ist es wirklich ein Trost, Gott in Zeiten wie diesen an seiner Seite zu wissen? Vertrauen wir Gottes Zusage, der „unsere Pfade“ kennt, der uns „in aller Bedrängnis“ trösten will? Vertrauen hat mit „sich trauen“ zu tun. Dazu gehört auch das loslassen und sich ganz und gar in die Hände des „VERTRAUTEN“ zu begeben.

Dieser Sonntag trägt den Namen „Judika“ übersetzt: „Verschaffe mir Recht“! Der Name stammt aus dem 43. Psalm, der normalerweise an diesem Sonntag zu Beginn des Gottesdienstes im Wechsel gebetet wird. Gott, schaffe mir Recht und errette mich, denn du bist der Gott meiner Stärke! Recht und Gerechtigkeit, Mut und Stärke gehen oft sonderbare Wege und bleiben unseren Augen oft verborgen, wie in der Geschichte von dieser Palme:

Ein junger Mann war krank und müde, er zweifelte am Sinn des Lebens. In seinem Kummer und Schmerz sah er eine kleine Palme vor sich und frustriert und deprimiert wie er war, nahm er einen Stein und legte ihn der kleinen Palme mitten auf die Blattkrone. Gehässig sagte er sich: „Soll doch auch sie sehen, wie sie mit dieser Last fertig werden würde.“

Die junge Palme versuchte die Last abzuwerfen. Sie wiegte sich im Wind und schüttelte ihre jungen Palmwedel, doch alle Mühe schien vergebens. Und so begann sie tiefer und fester in den Boden zu wachsen, um kräftiger und stärker zu werden. Und tatsächlich erreichten ihre Wurzeln so neue Wasseradern. Die Kraft des Wassers aus der Tiefe und das Licht der Sonne vom Himmel formten sie und machten sie zu einer außerordentlich starken Palme, die auch die Last des Steines beim Wachsen mittragen konnte. Nach Jahren kam der junge Mann wieder zu der Stelle, um nach der Palme zu sehen und staune nicht schlecht über die besonders hochragende kräftige Palme, die noch immer den Stein in ihrer Krone trug. Wie sie sich so im Wind neigte als ob sie tanze, schien sie dem jungen Mann zu sagen: „Ich muss dir danken! Die Last die du mir aufgelegt hast, hat mich über meine Schwächen von damals hinauswachsen lassen!“

Vergessen Sie das Tanzen nicht! Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen,

Ihr Pfr. Martin Krautwurst, Meran