Losung vom 22. Oktober

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22 Oktober
Wort zum Tag – 22.10.2020
Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Ach, wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! (Psalm 39,6)
Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. (2.Tim.1,10)

Bäume pflanzen, sich in Kindern verewigen, Bücher schreiben, monumentale Bauwerke schaffen – das geben manche als Ziele im Leben an. Das Bedürfnis, sich und der Nachwelt ein Erinnerungszeichen zu setzen oder bleibende Spuren zu hinterlassen, ist natürlich, und groß. Es zeigt uns, wie bedrohlich der Tod empfunden wird. Der Psalmdichter schätzt die Furcht vor der Vergänglichkeit des Lebens überaus realistisch ein. Und er fragt angesichts dieser Vergänglichkeit und aller vergeblichen Mühe nach einem Trost, der bleibt.

Das einzig Sichere liegt für ihn in seinem Glauben: „Meine Hoffnung setze ich auf dich!“ (Vers 8)

Die Hoffnung der Gläubigen ist Gott selbst. Das hilft, die richtigen Maßstäbe zu setzen und die Dinge des Lebens im Blick auf das eigene Ende in eine Rangordnung zu bringen. Die Flüchtigkeit unseres Lebens hat auch positive Seiten: Was mir vor Monaten noch zu schaffen machte, ist plötzlich unwichtig, oder hat sich erledigt.

Das Wort Gottes öffnet uns den Blick für den Ewigen und lässt uns erkennen, worauf es letztlich ankommt: Wir müssen unsere Ängste nicht zu wichtig nehmen.

Ein Lied aus Taizé (nach Jes.12):

Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht:
Christus, meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

Pfarrerin Kirsten Thiele, Neapel