Jugendfreizeit 2021: 1000 x besser als erwartet - Chiesa Evangelica Luterana in Italia

Jugendfreizeit 2021: 1000 x besser als erwartet

Wenn 22 Jugendliche aus 8 ELKI-Gemeinden mit 3 Studentinnen und Studenten und 3 Pfarrern im äußersten Norden Italiens (Südtirol!) auf knapp 1400 Metern Meereshöhe in einem abseits gelegenen Selbstversorgerhaus 5 Tage zusammen verbringen, dann kann da alles mögliche daraus werden. In unserem Fall war es eine tolle Zeit. Der Hauptfehler lag bei der “5”. “Warum nicht eine ganze Woche?” Weil auch wir dazu lernen müssen und 2022 dann wenigstens schon diese Steigerung hat …

Es begann schon mit der Anreise. Während ich von Bozen aus im Dienstwagen gemütlich mit 2 Mitarbeitern ein gutes Stündchen ins Nachbartal fuhr, nahmen die Jugendlichen und in Teilen auch ihre Eltern enorme Anstrengungen auf sich, um im Haus Hahnebaum in Moos im Passeiertal anzukommen. Aus Sizilien! aus Neapel! aus Turin! aus Genua! aus Mailand! aus Ispra Varese! – und ja, auch die Locals aus Meran und Bozen.

Für die einen gab es beim Ankommen ein großes Wiedersehen, z.T. nach 2 Jahren (ELKI-Jugendfreizeit in Bozen 2019), andere kannten so gut wie niemanden, hatten dafür aber am Abreisetag eine Menge neuer Freundinnen und Freunde. Für mich war es ja nicht viel anders. Da sieht man Jugendliche 2 Jahre später wieder – lernt gleich noch ihre Geschwister kennen, und staunt, was aus ihnen geworden ist.

Dabei ist ja auch vieles ähnlich wie letztes Mal gewesen. Wie schnell die Jugendlichen sich zu einer Gruppe verbunden haben, wie neugierig und offen sie für unsere Programmangebote waren, ja, selbst für den Küchendienst und das Aufräumen. Aber auch das: wie schwierig (bis quasi unmöglich) es ist, einem Sizilianer richtig die Pasta zuzubereiten. Auch das Verhandeln. Kaum waren die großen Verhandlungsführer der letzten Freizeit herausgewachsen, übernahmen andere ihre Rolle, aber mit dem gleichen Geschick und ebensolcher Zähigkeit.

Was wir gemacht haben? Am Anfang Kennenlern-, dann Gruppen- und Outdoorspiele, Sporteinheiten, Wanderungen kleiner und größerer Art durch Schluchten und auf Berge (yes!), wir haben gebastelt, waren in Meran, haben ein Lagerfeuer angeschürt und gegrillt – und fast immer sonst viel Kicker, Billard und Werwolf gespielt. Nicht zu vergessen das Abhängen und Reden.

Natürlich gab es auch Andachten, morgens und abends, wir Leiter sind ja alle vom Fach und haben es so jeweils auf unsere Weise gemacht. Das war schön zu erleben, auch wie die Jugendlichen dabei waren.

Nicht zu vergessen die Auswertung. Ein großes Blatt Papier und die Jugendlichen konnten bewerten: Haus, Programm, Team …  Vielen Dank (Zwinkersmiley)! Dazu nette Sätze, vor allem der: “1000 x besser als erwartet”.

Pfr. Michael Jäger, Bozen