“Poveri Frühstück” - Chiesa Evangelica Luterana in Italia

“Poveri Frühstück”

Evangelisch-Lutherische Gemeinde Rom

Das „Poveri-Frühstück“ ist ein Projekt der Gemeinde Rom seit 20 Jahren. Alle zwei Wochen mittwochmorgens findet das Frühstück unter Hilfe der Freiwilligen der Gemeinde statt. Und zwar das ganze Jahr über, abgesehen von der Sommerpause im August.

Eine von ihnen erklärt: „Die meisten kommen schon seit Jahren. Viele von ihnen sind Menschen, die in ihrem Leben mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Sie kommen wegen einem warmen Kaffee oder Tee mit Cornetto und einer kleinen Geldspende. Bisweilen sind wir auch in der Lage, ein kleines Päckchen mit Hygieneartikeln und anderen Bedarfsartikeln zu verteilen. Leider zu selten. Wir würden gerne mehr tun, aber unsere Geldmittel sind begrenzt“.

Es wird auch den Älteren geholfen, die Arzneimittel benötigen und die mit den Kürzungen im Gesundheitswesen es nicht schaffen Medikamente zu kaufen. Das erweist sich als äußerst problematisch für die, die nicht ohne Medikamente auskommen können. Deshalb füllen die Freiwilligen bei Vorlage eines ärztlichen Rezepts ein Formular aus, das die Bedürftigen in einer Apotheke, mit der die Gemeinde zusammenarbeitet, vorzeigen. Die Medikamente erhalten sie dann auf unsere Kosten.

Der Pfarrer erläutert den tieferen Sinn des Poveri-Frühstücks: „Als Gemeinde sind wir keine Insel und wollen es auch nicht sein. Wir nehmen die Bedürftigen auf, wir engagieren uns im Bewusstsein unserer Verantwortung. Und ich glaube, dass die Tatsache, dass wir uns in einem wohlhabenden Viertel befinden, der Initiative eine besondere Bedeutung verleiht. Und daher haben wir auch ein paar Bäcker im Viertel angesprochen, die uns die Croissants zum Selbstkostenpreis verkaufen und auf ihren Verdienst verzichten. Andere spenden für unsere Initiative an Ostern und Weihnachten. Aber mit unserem Frühstück wollen wir nicht nur den „Körper“ dieser Menschen ernähren, sondern auch ihre Seele, indem wir ihnen eine warme authentischen Aufnahme zuteilwerden lassen und häufig auch die Freundschaft unserer Ehrenamtlichen.”