Projekt „Kommunikation“ - Chiesa Evangelica Luterana in Italia

Projekt „Kommunikation“

Die Evangelisch-Lutherische Gemeinde Meran

Die Evangelische Gemeinde Meran hat im Jahre 2020 mit einem neuen Projekt gestartet, dass sich durch die „Corona-Zeit“ entwickelt hat. Ziel der Gemeinde ist es, jene besser in die Kommunikation und in den Informationsaustausch mit einzubinden, die sonst von der Außenwelt abgehängt sind. Besondere Zielgruppe sind dabei jene, die sich – aus welchen Gründen auch immer – der neuen Technik bisher verweigert haben und sich zugleich zur Risikogruppe zählen.

Video-Bildtelefonate, Online-Konzerte, YouTube-Andachten, Facebook-Gottesdienste, Zoom-Konferenzencomunicazione Merano und vieles mehr sind auch für viele ältere Menschen heute schon selbstverständlich geworden. Mit Unterstützung des Generalkonsulates in Mailand und privaten Spendern hat die Evangelische Gemeinde neue Tablets und iPads angeschafft und bedienerfreundlich eingerichtet, die nun einer besseren Kommunikation und Anbindung dienen sollen. Junge Leute zeigen und begleiten den Umgang mit den Geräten, so kommt es nicht nur durch die Technik, sondern auch durch die „jugendlichen Begleiter“ und ihre „Schüler“ zu einem interessanten Informationsaustausch zwischen den Generationen.

Hier ein Beispiel: nach einem Sturz liegt eine Frau derzeit im Meraner Krankenhaus. Besuch ist auf Grund der Corona-Bestimmungen nicht erlaubt. Aber ihr wird nicht langweilig und sie ist im regen Kontakt. Auf ihrem Krankenbett liegt ihr neues iPad und sie schickt unablässig Nachrichten per WhatsApp und telefoniert per FaceTime mit Freunden und Bekannten. Das motiviert und dient auch dem Heilungsprozess.

„Wir haben gemerkt, dass durch die Coronabestimmungen, durch Quarantäne und Isolation eine starke Vereinsamung stattfindet“ kommentiert Pfr Krautwurst. „Besonders ältere Menschen sind davon betroffen, die über Tage und Wochen oft nur durch einen Telefonanruf an die Außenwelt angebunden waren. Sie trauen sich auch heute oft nicht unter Leute, weil sie durch ihr Alter und ihre Vorerkrankungen besonders gefährdet sind. Dem können und wollen wir begegnen, Ängste nehmen und neue Lebensfreude schenken!“!

Pfr. Martin Krautwurst, Meran