29.05.2021: Webinar des ELKI-Frauennetzwerkes - Chiesa Evangelica Luterana in Italia

29.05.2021: Webinar des ELKI-Frauennetzwerkes

Gemeinsam stark sein/ Mit Cristina Rendòn und Gianna Urizio

Nichts ist selbstverständlich. Es heißt, wachsam zu sein und sich rechtzeitig zu aktivieren, um Rückschritten vorzubeugen die Situation der Frauen ist nach wie vor prekär und immer noch von Ungleichheit geprägt. Die Pandemie, vor allem die Maßnahmen zur sozialen Distanzierung, haben zu einer weiteren Verschlechterung beigetragen. Das Frauennetzwerk der ELKI lädt am 29. Mai von 15.30 – 17.30 Uhr zu einem Webinar ein: „Frauenrechte = Menschenrechte. Der weibliche Blick in Zeiten der Pandemie“ (Diritti delle Donne = Diritti Umani. Lo sguardo femminile in tempi di pandemia ). Renate Zwick, National-Referentin des Frauennetzwerks der ELKI erklärt, worum es geht. Anmeldungen: retedelledonne@chiesaluterana.it

Die Ansteckungszahlen sinken, die Auflagen werden gelockert, die Pandemie scheint im Abflauen zu sein. Aberlocandina webinar 2021 Covid beherrscht nach wie vor die Szene. In vielerlei Hinsicht. Einmal im Jahr veranstaltet das Frauennetzwerk eine Tagung zu aktuellen Themen rund um die Situation der Frau. Im vergangenen Jahr musste die
Veranstaltung abgesagt werden, nun findet sie in Form eines Webinars online statt. Ursache Covid.

„Bisher ging es bei unseren Jahrestreffen darum, Theorie mit Erleben zu verbinden, es handelte sich um intensive Wochenenden mit Seminaren und/ oder Workshops. Das Ziel ist immer zu informieren, anzuregen und ins Gespräch zu kommen,“ betont Renate Zwick. Ein Treffen in Präsenz war auch 2021 (noch) nicht möglich, aber das Frauennetzwerk hat zwei starke Partnerinnen für ihr Webinar gefunden, die als Impulsgeberinnen bekannt sind: Mara Cristina Rendòn, Verantwortliche des LWB-Programms für Gendergerechtigkeit und Gleichberechtigung der Frau und Mitarbeiterin der Martin Ennals Stiftung für Menschenrechtsverteidiger in Genf sowie die Journalistin Gianna Urizio, Mitbegründerin des Frauenhauses Lisa in Rom und Delegierte der WILPF, Women’s International League for Peace and Freedom, die älteste Frauen-Friedensorganisation der Welt.

Seit Frauen, vor allem ab den 60er Jahren begonnen haben, mit Vehemenz für ihre Rechte einzutreten, ist vieles erreicht worden. Aber nicht genug. Und vor allem, so die National-Referentin des Frauennetzwerks: Nichts ist selbstverständlich. Dies habe auch die weltweite Covid-Pandemie gezeigt. Wer sind die Leidtragenden und Opfer von Homeworking oder gar des Verlusts des Arbeitsplatzes, des Problems der Kinderbetreuung bei geschlossenen Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen und der erschreckenden Zunahme der häuslichen Gewalt aufgrund des erzwungenen Zusammenlebens in beengten Verhältnissen und des durch den Lockdown bedingten psychologischen Drucks? In erster Linie Frauen und Kinder/ Jugendliche.

Bei dem Webinar, so Renate Zwick, geht es zunächst um eine Bestandsaufnahme, ein Bewusstwerden, dem konkrete Schritte folgen sollen. „Was können wir, was kann jede Einzelne von uns und vor allem, was können wir gemeinsam und zusammen mit anderen konkret tun? Als Frauen, als Christinnen. Auch in den protestantischen Kirchen sind Rückschritte zu verzeichnen. Wie können wir diesen Missständen begegnen, ihnen vorbeugen?

Weiterführende Denkanstöße erwartet sich die National-Referentin des Frauennetzwerks auch vom Beitrag der Pfarrerin der ELKI-Gemeinde Florenz, Annette Hermann-Winter, die auf eine langjährige Erfahrung als Coach und Konfliktvermittlerin zurückblicken kann. Renate Zwick selbst hat lange Jahre als Sozialarbeiterin gearbeitet, vornehmlich mit Kindern und Familien in schwierigen Lebenssituationen sowie mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Die Tagung wird moderiert von Maria Antonietta Caggiano, Vertreterin des Frauennetzwerkes aus Torre Annunziata.

Auch in Europa, in Italien, so Renate Zwick, werden die schwer erkämpften Rechte subtil untergraben. „Wir dürfen nicht so tun, als sei alles in Ordnung, wir müssen schauen, wo wir unseren Beitrag leisten können, wo wir helfen können, wo wir aufstehen und unsere Stimme erheben, mahnen müssen.“ Aber der individuelle Einsatz allein reiche nicht. „Wir müssen in Kontakt treten, uns verbinden, gemeinsam vorgehen.“ Zum Beispiel im Frauennetzwerk!

 

Samstag, 29. Mai 2021 – 15.30 bis 17.30 Uhr

Diritti delle Donne = Diritti Umani
Lo sguardo femminile in tempi di pandemia

Frauenrechte = Menschenrechte
Der weibliche Blick in Zeiten der Pandemie

In italienischer Sprache

nd

27.05.2021

Foto: Pixabay