Wendepunkte ... - Chiesa Evangelica Luterana in Italia

Wendepunkte …

LWB-Generalsekretär Martin Junge zu Corona, Abendmahl, Jugend, Klima- und Gendergerechtigkeit
Martin Junge, Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes, ist Ehrengast der 2. Sitzung der XXIII. Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien und wird am Freitag, 30. April, um 15 Uhr in Streaming sprechen (in deutscher Sprache, live auch auf youtube und fb). In diesem ausführlichen Interview hat er dargelegt, welches für ihn die Eckpunkte und die Herausforderungen des Glaubens und einer modernen, mit den Menschen lebenden Kirche sind.

Die ganze Welt befindet sich seit über einem Jahr im Bann der Coronavirus-Pandemie. Die Verarbeitung dieser schwierigen Zeit für die Gesellschaft, für Politik und Wirtschaft, für jeden Einzelnen von uns und auch für die Kirchen, wird eines der Themen sein, die bei der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien behandelt werden. Wie sehen Sie die Auswirkungen der Pandemie, auch in Bezug auf wirtschaftliche Entwicklungsmodelle und soziale Ungerechtigkeit, und wo ist hier Handlungsraum für die Kirche?

Martin Junge: Die Pandemie hat sämtliche Lebensbereiche und Strukturen empfindlich getroffen, darunter auch die Kirchen. Sie leben ja davon, dass sie Menschen zusammenbringen, damit sie im Glauben wachsen und vom Glauben Zeugnis ablegen. Die Gemeinschaft, die die Kirche unter Menschen stiftet, musste nun online stattfinden. Das hat langfristige Auswirkungen, deren Ausmaß wir noch nicht voll überblicken können.

Ich habe tiefen Respekt für die Art und Weise, wie die Kirchen weltweit auf diese Situation reagiert haben. Sie haben kreative, theologisch verantwortete Handlungsweisen gefunden und umgesetzt, um das kirchliche Leben aufrecht zu erhalten. Ich bin besonders dankbar dafür, dass die lutherischen Kirchen sich an die behördlichen Verordnungen zur Bekämpfung der Pandemie gehalten haben. Wir Kirchen sollten nicht für die Ausbreitung des Virus bekannt werden, sondern für die Verbreitung der frohen Botschaft Jesu Christi.

In einer ökumenischen Erklärung wurde die Pandemie als „die große Offenbarerin“ bezeichnet (the great revealer). Sie hat tatsächlich Dinge offengelegt, die sehr problematisch sind. Der ursächliche Zusammenhang zwischen Pandemie und Lebensstil, bzw. Umweltzerstörung wird von namhaften Wissenschaftlern immer wieder erwähnt. Die Pandemie hat die erschreckende Ungleichheit in der Welt nicht nur vor Augen geführt, sondern zum Teil auch noch verstärkt. Bis Anfang März sind 76% der Impfungen gegen COVID-19 in nur zehn Ländern verabreicht worden! Dabei ist doch klar: solange nicht alle geimpft und geschützt sind, ist keiner geschützt! Wir leben in einer einzigen Welt, das ist nun mal so. Inselmentalität und Abschottung wägen Menschen in falsche Sicherheit. Nationale Alleingänge haben nur begrenzten Erfolg. Nur globale Herangehensweisen werden uns weiterbringen, globale Probleme zu lösen. Das trifft übrigens nicht nur auf die Pandemie zu, sondern auch auf den Klimawandel.

Die Pandemie hat einen verkehrten Freiheitsbegriff offengelegt, der so vehement auf persönliche Freiheit pocht, dass er den Blick für die Gemeinschaft und das Allgemeinwohl versperrt. Ich denke, hier tut sich für die Kirche, und besonders für lutherische Kirchen, ein fruchtbares Feld auf. Denn wer Rechtfertigung allein durch den Glauben predigt, der predigt auch Freiheit. Allerdings eine Freiheit, die nicht selbstbezogen, sondern auf den Nächsten ausgerichtet ist.

Die Corona-Pandemie spielt auch im Zusammenhang mit einem weiteren wichtigen Thema eine Rolle: die Gleichstellung der Frau und ganz allgemein Gendergerechtigkeit. Frauen sind in besonderem Maße und vielerlei Hinsicht von den negativen Auswirkungen der Pandemie betroffen: Auf der Synode 2021 der ELKI wird ein Grundsatzdokument zur Gendergerechtigkeit zur Verabschiedung stehen. Welche Bedeutung hat dieses Thema für den LWB und für Sie persönlich?

Martin Junge: Es stimmt. Frauen sind überproportional von der Pandemie getroffen worden. Besonders schlimm finde ich die starke Zunahme an häuslicher Gewalt an Frauen. So in Peru, wo die eingegangenen Meldungen um 43% gestiegen sind, in Argentinien um 39%. So erschreckend diese Zahlen sind, bin ich dankbar, dass diese Statistiken geführt werden, als Beweis für eine Tatsache, die viele immer noch bestreiten, oder herunterspielen wollen.

Ich habe mich gefreut, als ich gehört habe, dass die ELKI auf ihrer Synode ein Grundsatzdokument zur Gendergerechtigkeit zur Verabschiedung vorlegen wird. Auf globaler Ebene ist dies im LWB im Jahr 2013 geschehen, eine Entwicklung, die in der Nachkriegszeit begonnen hat. Im Jahr 1984 hat der LWB auf seiner Vollversammlung in Budapest die theologischen Grundlagen für sich angenommen, wonach sowohl Männer als auch Frauen Zugang zum ordinierten Amt haben. Gerade vor zwei Wochen wurde die erste Bischöfin in einer lutherischen Kirche in Afrika gewählt, eine Nachricht, die wir mit großer Freude aufgenommen haben. Im Jahr 2002 verabschiedete der LWB das Dokument “Kirchen sagen NEIN zur Gewalt gegen Frauen”. Von da war es nur noch ein Schritt zum Grundsatzpapier: denn wer Gewalt gegen Frauen bekämpft, der kommt nicht umhin, das Thema der Rollenverteilung und ihrer Machtzuteilung aufzunehmen.

Der Weg ist noch lang. Wir erleben global gesehen, dass bereits erlangte Errungenschaften hinsichtlich der Gleichstellung von Männern und Frauen stark unter Druck geraten. Ein Revisionismus macht sich breit, auch im kirchlichen Bereich, wo Gendergerechtigkeit kurzerhand als “Ideologie” gebrandmarkt und diskreditiert wird. Ich halte die Diskussion um Gendergerechtigkeit für sehr wichtig; es handelt es sich außerdem um ein zutiefst evangelisches Anliegen, biblisch begründet und theologisch untermauert, dass wir in Christus in eine neue Gemeinschaft hereingerufen werden, in der es keine Unterschiede hinsichtlich Herkunft oder Gender geben soll.

Sie sagten in einem Interview: „Ein ökologisch geprägtes Menschenbild und die Berufung, für das Wohlergehen der gesamten Schöpfung zu sorgen, ist für uns eine Glaubenssache.“ Klimagerechtigkeit ist Glaubenssache? Sind sie zuversichtlich, wenn Sie in die Zukunft schauen?

 Martin Junge: Es sieht nicht gut aus. Bergsteiger wissen, dass sie, wenn sie abrutschen, nur auf den ersten Metern die Möglichkeit haben, sich noch abzufangen. Einmal beschleunigt, gibt es kein Halten mehr. Die Wissenschaft belegt eindeutig, dass wir uns an diesem Wendepunkt befinden.

Das Pariser Klimaabkommen war eine unglaubliche politische Leistung, aber auch eine starke Botschaft der Willenskraft der Staatengemeinschaft, die schlimmsten Drohszenarien abwenden zu wollen. Leider ist jedoch einiges ins Stocken geraten, nicht zuletzt durch eine zunehmende Indifferenz vieler Staaten, bereits eingegangene Verpflichtungen auch umzusetzen.

Diese Umstände machen mich jedoch nicht hoffnungslos. Sie spornen mich eher an, gemeinsam mit anderen Akteuren (d.h., mit der Zivilgesellschaft, Regierungen, Wissenschaft, ökumenisch und interreligiös) auf die Veränderungen hinzuwirken, um eine weitere Erwärmung des Klimas und einen weiteren Verlust der Biodiversität zu verhindern.

Der Lutherische Weltbund hat im Jahr 2015 beschlossen, seine Geldanlagen nicht weiter in fossile Brennstoffe zu investieren. Seitdem ermutige ich die LWB-Mitgliedskirchen, diesen Schritt ebenfalls in Erwägung zu ziehen.

Dieser Beschluss wurde übrigens von der LWB-Jugend vorbereitet und vorangetrieben. Jugendliche (für uns: 18 – 30jährige) sind global gut vernetzt und arbeiten eng zusammen. Sie haben die Auseinandersetzung des LWB mit Fragen der Klimagerechtigkeit maßgeblich vorangetrieben. Dadurch ist die Frage der Klimagerechtigkeit auch immer deutlicher zu einer Frage der Gerechtigkeit zwischen den Generationen geworden. Was hinterlassen wir da eigentlich unseren Kindern und Kindeskindern? Ist das richtig? Ist das gerecht?

Ich denke, dass mittlerweile klar ist, was alles getan werden muss. Es geht um eine Neuausrichtung des individuellen Lebensstils und des Wirtschaftens. Auch hier habe ich Hoffnung, auch weil ich große Beteiligungsmöglichkeiten für Kirchen sehe. Letztlich geht es doch um die Frage, was im Leben wichtig ist, womit man das Leben füllen will, was letztlich zählt. Der Ansatz, Sinnleere und existentielle Ängste mit immer mehr und immer wieder neuen Gütern zu füllen, steht vor dem Aus. Er ist nicht mehr vertretbar. Die Frage ist nun, wie die Menschen begleiten, sie zur Besinnung, zur Umorientierung bringen? Wie können wir eine tief verankerte Sicherheit im Glauben vermitteln, die den Menschen Ausgeglichenheit und Frieden bringt?

Diese Art von Veränderungen kann kein politisches Gipfeltreffen leisten. Und wenn, dann nur, weil die Grundlagen bei den Menschen dafür da sind. Politiker müssen ja auch immer ihre Wähler im Blick haben. Weil Kirchen und Glaubensgemeinschaften auf dieser anderen, tieferen Ebene agieren, haben sie ein riesiges Betätigungsfeld, und auch Potential, um den Klimawandel abzuwenden.

Was muss Kirche Ihrer Ansicht nach heute leisten, um junge Menschen anzusprechen?

 Martin Junge: Sie muss junge Menschen beteiligen. Sie wollen keine Programme angeboten bekommen, schon gar nicht, welche, die ohne sie entwickelt wurden. Sie wollen an der Gestaltung und an der Durchführung beteiligt werden. Junge Menschen haben Anliegen, Träume, ihren Lebensstil, ihre Zukunftshoffnungen und –ängste, die die Kirche aufnehmen muss, um von ihnen als ein für sie relevanter Ort wahrgenommen zu werden.

Zugleich muss Kirche aufpassen, junge Menschen nicht zu überfordern und sie mit ihren eigenen Zukunftssorgen zu belasten, fast so als ob sie Heilsbringer wären und den erlebten Bedeutungsschwund der Kirche, oder ihren Mitgliederschwund richten könnten. Sie werden diesem unangemessenen Anspruch kaum entsprechen können.

Der LWB hat im Jahr 1984 ein Quotensystem eingeführt, wonach in unseren Gremien jeweils mindestens 40% Männer/Frauen vertreten sein sollen, und 20% junge Erwachsene (18-30 Jahre). Auf der letzten Vollversammlung im Jahr 2017 haben wir es endlich hinbekommen, dass auch die Jugenddelegation zur Hälfte aus jungen Männern und jungen Frauen bestanden hat. Bislang hatten wir nämlich oft sehr viele junge Frauen, und sehr viele ältere Männer in unseren Veranstaltungen. Das Quotensystem hat damit das Machtgefälle zwischen Männern, Frauen und Jugend nicht aufgefangen, sondern sogar verstärkt!

Grundsätzlich hilft das Quotensystem. Wir wären als LWB nicht an dem guten Punkt, an dem wir jetzt sind, wenn wir dieses Quotensystem nicht hätten. Es hat den LWB für Anliegen und Themen geöffnet, die ihm eine breit aufgestellte Relevanz verliehen haben. Das Thema Gendergerechtigkeit hätte sicherlich nicht den Vorrang, wenn in unseren Gremien nicht eine starke Frauenbeteiligung per Quotensystem vorgegeben wäre (wobei Gendergerechtigkeit letztlich keine Frauensache ist, sondern nur gemeinsam vorangebracht werden kann).

Und doch löst ein Quotensystem nicht alles, denn eine durch Quoten gewährleistete Partizipation ist keine Garantie. Wir arbeiten im LWB an Hilfestellungen für Kirchen, die sich eine stärkere Partizipation von Jugendlichen wünschen. Diese muss bewusst aufgebaut und gestaltet werden. Andernfalls kann es zu tiefer Frustration kommen, beidseitig übrigens, die dann für Jahre nachhallt.

Zurück zur Jugend: oft wird despektierlich über die “Smartphone-Generation” gesprochen, von einer Jugend also, die außer ihren Bildschirmen nichts mehr im Sinn habe. Ich frage dann immer: ja wer hat ihnen denn diese Smartphones bloß gegeben, manchmal sogar im zartesten Kindesalter? Wenn Jugendliche heute so sind, wie sie sind, dann auch auf Grund dessen, was wir ihnen mit auf den Weg gegeben haben.

Und überhaupt: ich erlebe Jugend als interessiert und engagiert. Die wollen was! Sehen Sie sich doch bloß die globale Bewegung zur Klimagerechtigkeit an. Mit ihren Smartphones und Bildschirmen haben sie sich informiert, vernetzt und mobilisiert. So geht das eben heute.

Im Vorfeld des virtuellen ökumenischen Kirchentags in Frankfurt im kommenden Mai hat sich ein Konfliktthema zwischen den evangelischen Gliedkirchen der EKD mit den Katholiken (und auch innerhalb der katholischen Kirche) ergeben: die eucharistische Gastfreundschaft. Welche Bedeutung hat dieses Thema für Sie?

 Martin Junge: Auf der gemeinsamen Gedenkfeier der Reformation in Lund, Schweden (2016) unterzeichneten Papst Franziskus und der damalige LWB Präsident, Bischof Munib Younan, eine Erklärung, die unter anderem den folgenden Passus enthält:

“Viele Mitglieder unserer Gemeinschaften sehnen sich danach, die Eucharistie in einem Mahl zu empfangen als konkreten Ausdruck der vollen Einheit. Wir erfahren den Schmerz all derer, die ihr ganzes Leben teilen, aber Gottes erlösende Gegenwart im eucharistischen Mahl nicht teilen können. Wir erkennen unsere gemeinsame pastorale Verantwortung, dem geistlichen Hunger und Durst unserer Menschen, eins zu sein in Christus, zu begegnen. Wir sehnen uns danach, dass diese Wunde im Leib Christi geheilt wird. Dies ist das Ziel unserer ökumenischen Bemühungen. Wir wünschen, dass sie voranschreiten, auch indem wir unseren Einsatz im theologischen Dialog erneuern”.

Diese Worte geben präzise wieder, warum der gegenwärtige Zustand theologisch und pastoral nicht haltbar ist und warum es eilt, die Grundlagen herzustellen, so dass sich die Getauften um den Tisch des Herrn versammeln können. Weitaus mehr als ein persönliches Anliegen, handelt es sich also um ein Anliegen, dem versöhnenden und Einheit stiftenden Werk Gottes in Christus nun auch im Leben der Kirche Gestalt zu geben und zu einer starken Botschaft inmitten unserer so zerrissenen und in Konflikten verbissenen Welt werden zu lassen. Es geht um die Kirche, und um ihr Zeugnis in der Welt.

Die Erklärung von Lund ist eine starke gemeinsame Grundlage und Verpflichtung zwischen der Katholischen Kirche und dem Lutherischen Weltbund. Sie hilft uns dabei, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, auch dann, wenn theologische Sachverhalte besprochen werden, manchmal durchaus auch kontrovers. Die Einheit am Tisch des Herrn will theologisch verantwortet, und muss für die beteiligten Kirchen theologisch tragbar sein.

Es wird Hoffnung, Mut und theologischen Scharfsinn brauchen, um die bereits von Gott gestiftete Einheit für uns anzunehmen. Ich weiß, dass dies passieren wird: Gott bahnt sich in der Kirche und in der Welt immer wieder einen Weg!

Wie sehen Sie die Evangelisch-Lutherische Kirche in Italien?

Martin Junge: Mit großer Sympathie! Vielleicht, weil sie mich so sehr an meine eigene Kirche in Chile erinnert: eine kleine Kirche, in einer Minderheitssituation, in einem römisch-katholischen Kontext. Diakonisch engagiert, ökumenisch aktiv, zweisprachig…

Minderheitskirchen in Europa sind der Vorbote einer Realität, mit der sich in der Zukunft auch so genannte Volkskirchen werden befassen müssen. Denn der Prozess der Säkularisierung geht raschen Schrittes voran. Kirchen dürfen nicht mehr darauf warten, dass Familien ihre Kinder zur Taufe bringen, sondern müssen aktiv dazu einladen, müssen erklären, warum die Taufe so wichtig ist. Kirchen werden nicht mehr voraussetzen dürfen, dass Kerninhalte des christlichen Glaubens und ihrer biblischen Grundlagen bekannt sind, sondern müssen diese geduldig vermitteln. Kirchen werden sich und ihr Dasein erklären müssen – das kennen Sie in Italien sicherlich genauso, wie wir in Chile: Lutherisch? Ach so… (manchmal von betretenem Schweigen gefolgt…). Was ist das, warum, wieso, wozu? Dann müssen wir Rede und Antwort stehen. Und das ist vielleicht gar nicht einmal so verkehrt.

Ich wünsche mir Kirchen in Minderheitssituation, die nicht in einen Minderwertigkeitskomplex verfallen, sondern sich ihrer Gaben für die Gesamtkirche bewusst sind und diese auch einbringen. An die ELKI gerichtet: Sie haben in ihrer Kirche ein Wissen und Fertigkeiten, von denen andere Kirchen in Zukunft massiv abhängen werden. Als LWB müssen wir die Lernmöglichkeiten so gestalten, dass numerische Größe nicht gleich bedeutet: Wer groß ist, weiß alles, wer klein ist, hat keine Ahnung.

Eine Vision, die meine Zeit als Generalsekretär sehr stark geprägt hat, sind die Worte des ersten afrikanischen LWB-Präsidenten, des tansanischen Bischofs Josiah Kibira, 1975:

„Ich bin überzeugt, dass es keine Kirche gibt, die so groß, so mächtig und so etabliert ist, dass sie nicht von anderen lernen könnte; noch, dass es Kirchen gibt, die so klein, so prekär aufgestellt, und so neu sind, dass sie nichts anzubieten hätten“.

Das ist das Ethos, das den LWB bewegt und prägt, dies ist die Art und Weise, wie sich Kirchen im LWB begegnen wollen. Zugegeben: wir sind noch dabei zu lernen. Es soll der Grundsatz gelten: nicht die Mitgliederzahl macht eine Kirche stark, sondern ihre Verortung im Evangelium Jesu Christi, und das Zeugnis, das sie den Menschen diesbezüglich anbietet. Darum mein Wort an die zahlenmäßig kleine ELKI: lassen Sie sich niemals kleinmachen!

 

nd

25. April 2021