Positive Signale für die Zukunft

PRESSEMITTEILUNG

 1. Sitzung der XXIII Synode der
Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien abgeschlossen
Wahlen
Zukunftsweisende Diskussionen
Digitalisierung / ELKI-Pfarrschaft

 

ELKI: 1. Sitzung der XXIII Synode in Rom abgeschlossen

 Mit einer zum Teil erneuerten Kirchenführung und einigen zukunftsweisenden Entscheidungen hat die Evangelisch-Lutherische Kirche in Italien, Sonntag, 11. Oktober die 1. Sitzung der XXIII Synode geschlossen. Neugewählt wurde das Präsidium der Synode sowie die drei Laienmitglieder des Konsistoriums. Trotz verkürztem Programm, gab es auch Zeit für die Diskussion von Beschlussanträgen. Auch die FFP2 Masken und der konsequent eingehaltene Sicherabstand konnten der Freude der Synodalen über das Sich-Wieder-Begegnen nicht trüben. Gelebte Kirche auf sicherer Distanz. Ein Signal, dass es weitergeht.

 Wolfgang Prader folgt auf Georg Schedereit als Präsident der Synode, ihm zur Seite steht Ingrid Pfrommer, scheidende Schatzmeisterin der ELKI. Neu ins Konsistorium gewählt wurden Christine Fettig und Jens Ferstl, der das Schatzmeisteramt übernimmt. Cordelia Vitiello, Vizepräsidentin des Konsistoriums und gesetzliche Vertreterin der ELKI wurde in ihrem Amt bestätigt.

Nach Abschluss der Wahlgänge stand der Samstagnachmittag den 42 in Rom versammelten ELKI-Synodalen zur Verfügung, um den Haushalt 2020 zu genehmigen und zumindest einige Beschlussanträge in gewohnt protestantischer Debattierfreude zu diskutieren. Es wurden unter anderem Modalitäten beschlossen, um das Studium der evangelischen Theologie in Italien und den Aufbau einer ELKI-Pfarrschaft zu fördern. Eine Kommission wurde damit beauftragt, nach geeigneten Modalitäten und Formaten für eine digitale ELKI-Plattform zu suchen. Zum einen, um die 15 ELKI-Gemeinden noch besser untereinander zu vernetzen und aus der Erfahrung des Lockdowns heraus, einen digitalen Weg, Kirche zu leben, anzubieten; zum anderen auch, um Menschen, die auf der Suche sind, unverbindlich den Zugang zu spirituellen und religiösen Inhalten zu ermöglichen.

Stimmen zur Synode

Dekan Heiner Bludau

Das Ergebnis dieser Synode mit ihrer auf Zeitersparnis und Sicherheit abgestimmten Tagesordnung hat meine Erwartungen weit übertroffen. Und dafür bin ich Gott sehr dankbar! Es war mehr als nur eine Pflicht-Synode, um alle anstehenden Fälligkeiten, wie Haushalt 2020 und die Wahlen von Präsidium und Konsistorium abzuwickeln. Die Möglichkeit der Begegnung, wenn auch auf Distanz, hat uns Debatten und Entscheidungen ermöglicht, die wegweisend sind für die Zukunft und dies ist gerade auch in dieser besonderen Situation, die wir jetzt (wieder) leben, ein wichtiges Zeichen.  

Synodalpräsident Wolfgang Prader

Ich bin sehr froh, dass wir die Möglichkeit dieser Präsenz-Synode wahrnehmen konnten und ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken, dass sie sich mit großer Disziplin an die vorgegebenen Sicherheitsmaßnahmen, FFP-Mund- und Nasenschutz sowie Distanz, gehalten haben. Der Austausch und die Debatte finden doch in Präsenz besser statt als online. Angesichts der pandemischen Entwicklung werden wir uns schon bald mit den Rahmenbedingungen für die nächste Synode im April 2021 auseinandersetzen, um diese, je nach Situation, in Präsenz oder auch online abhalten zu können.

Vizepräsidentin des Konsistoriums Cordelia Vitiello:

Trotz dieses sehr schwierigen Moments, den wir alle gerade leben, ist es uns gelungen, neue Ideen voranzutragen. Ich war erfreut über die große Bereitschaft der Synode, sich auf wichtige Zukunftsentscheidungen einzulassen, um unsere Kirche zeitgemäß und modern, aber ihrer Mission und ihren Werten entsprechend, voranzubringen. Ich habe „frischen Wind“ und viel Engagement verspürt.

  nd