Gemeinsames Gebet und gemeinsames Engagement - Chiesa Evangelica Luterana in Italia

Gemeinsames Gebet und gemeinsames Engagement

1. September 2020 Ökumenischer Tag der Schöpfung

Am ersten September sind Christen in aller Welt zu einem gemeinsamen Gebet für den Erhalt der Schöpfung aufgerufen. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Dimitrios hatte 1989 zum ersten Mal die gesamte orthodoxe und christliche Welt zu einem gemeinsamen Gebetstag in diesem Sinne aufgerufen.  Angesichts der immer deutlicher werdenden Auswirkungen des Klimawandels in der Welt, in Europa und gerade in diesen Tagen auch in Italien, sind das gemeinsame ökumenische Gebet und das gemeinsame Engagement für die Umwelt und eine lebenswerte Zukunft der nachfolgenden Generationen, dreißig Jahre nach dem ersten Aufruf wichtiger denn je.

Die Synode 2019 der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien stand unter dem Thema Glauben und Handeln – Fede e Futuro und endete mit einer Stellungnahme und einer Verpflichtung für Nachhaltigkeit und Ökologie in fünf Punkten:

  1. „Wir bekennen, dass wir uns an Gottes guter Schöpfungsabsicht versündigt haben und nehmen wahr, dass wir auf eine unumkehrbare globale Katastrophe zusteuern.“
  2. „Wir verpflichten uns, unseren eigenen Lebensstil durch konkrete Maßnahmen zu ändern, gerechter zu leben und zu handeln.“
  3. „Wir informieren uns, lernen miteinander und voneinander. Wir setzen in unseren Gemeinden und auf ELKI-Ebene Umweltbeauftragte ein.“
  4. „Wir vernetzen uns lokal und überregional mit Anderen (Kirchen, Institutionen). Wo wir als Kirche feiern und handeln, tun wir das im Bewusstsein des konziliaren Prozesses von Frieden, Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung.“
  5. „Wir treten als Evangelische lutherische Kirche in Italien (ELKI) in der uns von Gott anvertrauten Welt für die Belange der Schöpfung gegenüber Politik und Gesellschaft ein.“

nd