Gemeinde Genua übergibt Rotem Kreuz Fahrzeug für Patiententransport

Gerade zur rechten Zeit

Gemeinde Genua übergibt Rotem Kreuz Fahrzeug für Patiententransport – finanziert mit 8xMille

Seit Montag 18. November ist es auf Genuas Straßen unterwegs, eine Hilfe und ein Zeichen der Solidarität für die unter den Folgen des Einsturzes der Morandi-Brücke leidenden Menschen: Das von der Lutherischen Gemeinde Genua mit Mitteln aus dem 8xMille Steuerfond finanzierte Mehrzweck-Fahrzeug des Roten Kreuzes für den Transport von Behinderten, Bedürftigen und Kranken.  Auch wenn seit dem Einsturz der Brücke bereits 15 Monate vergangen sind, hat die Not der Menschen kein Ende und das Fahrzeug, so die Verantwortlichen des Roten Kreuzes, „kommt gerade zurecht.“ Das Projekt ist schon vor Monaten angelaufen, aber technische und bürokratische Hürden hatten die Übergabe des Dacia Sandero immer wieder verzögert.     IMG-20191118-WA0008

Umso größer die Freude, als am 15. November das jüngste Fahrzeug der Flotte des Roten Kreuzes übergeben worden konnte. Neben dem Vorsitzenden der Gemeinde, Paolo Musso, Pfarrerin Elisabeth Kruse und der Diakonie-Beauftragten der ELKI, Daniela Barbuscia, hatten sich zu dieser kleinen Feier auch einige Gemeindeglieder sowie zahlreiche Freiwillige und Angestellte des Roten Kreuz Genua, CRI, eingefunden.

Der verantwortliche Kommissar des CRI Genua, Pietro Paolo Miela, ging in seiner Begrüßung kurz auf die Tätigkeiten des Roten Kreuz Genua ein, die weit über den eigentlichen Notfalldienst hinausgehen. Begleitung von Behinderten, Kranken, Alten und Dialysepatienten, aber auch zahlreiche Aktivitäten im sozialen Bereich:  Verteilung von Decken sowie warmen Getränken und Mahlzeiten an Obdachlose,  der Betrieb von zwei Zentren für Angehörigen von krebskranken im Krankenhaus Gaslini behandelten Kindern sowie von zwei Ambulatorien, eines für Mütter, die Opfer von Gewalt sind und eines für die zahnärztliche Behandlung von Mittellosen oder die Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige Familien, zur Verfügung gestellt von der EU. Tagsüber werden die vielfältigen Dienstleistungen des Roten Kreuzes von angestelltem Personal versehen, in der Nacht und an Feiertagen sind es hingegen Freiwillige. Der Fuhrpark des CRI umfasst zehn bis 12 Fahrzeuge, Notfallambulanzen sowie Mehrzweckwagen. “Das uns von der Lutherischen Gemeinde zur Verfügung gestellte Auto”, so Kommissar Miela, “kommt gerade zur rechten Zeit, um alte Fahrzeuge zu ersetzen!” Eingesetzt wird es für die Bevölkerung Genuas, die nach dem Brückeneinsturz und auch während des Wiederaufbaus, stark beeinträchtigt, und zum Teil auch noch in Notunterkünften untergebracht ist. “Die Verwendung ist vielseitig, von der Begleitung ins Krankenhaus oder zu Untersuchungen bis hin zum Transport von Blut oder auch Organen.”IMG-20191118-WA0004

Der Vorsitzende der lutherischen Gemeinde Genua, Paolo Musso, betonte, dass “dieses Projekt nicht nur unserer Gemeinde, sondern auch dem Dekan der ELKI, Pfarrer Heiner Bludau, ein großes Anliegen war, als Zeichen der Solidarität mit der betroffenen Bevölkerung. Auch die Synode sowie die Gemeinden Neapel und Rom haben mit Kollekten zur Finanzierung beigetragen. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Dacia Sandero, dessen Innenraum verbreitert und für die spezifischen Zwecke ausgestattet worden ist. Wenn sich die Situation in den vom Brückeneinsturz betroffenen Viertel normalisiert hat, bleibt das Fahrzeug zur freien Verwendung im Besitz des Roten Kreuzes Genua.

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nd