Ansporn und Anerkennung

FCEI Flüchtlingsprojekt  „Humanitäre Korridore“ mit Fridtjof Nansen-Preis des UNHCR ausgezeichnet

„Wir sind stolz und fühlen uns geehrt diesen Preis zu erhalten.” Luca Maria Negro, Vorsitzender der Föderation der Evangelischen Kirchen in Italien, FCEI,  und Alessandra Trotta, Moderatorin der Waldensischen Tafel nahmen die Verleihung des Nansen-Preises zum Anlass, um ihrer Überzeugung Ausdruck zu geben, dass die „Humanitären Korridore“ eine Initiative sind, die auf ganz Europa ausgeweitet werden sollte.

Wie die Nachrichtenagentur Nev der FCEI berichtete, ist dieses Projekt vor allem möglich, dank der vielen Menschen, die keine Mühen scheuen, um Menschen zu helfen, auf sicherem und legalem Wege vom Libanon nach Italien einreisen zu können. Gleichzeitig dankten sie auch den Flüchtlingen, die sich voll Vertrauen und Geduld auf dieses Projekt eingelassen haben.

Negro und Trotta haben gleichzeitig erklärt, dass sie diesen Preis des UN-Flüchtlingshilfswerks  UNHCR, all jenen widmen wollen, die noch auf eine (legale) Fluchtmöglichkeit hoffen, die in Libyen in Lagern festgehalten werden oder die in der Hoffnung auf eine menschenwürdige Zukunft, den Tod auf dem Grund des Mittelmeeres gefunden haben.  “Wir hoffen fest darauf, sobald wie möglich einen großen Europäischen Humanitären Korridor einrichten zu können, um immer mehr Menschen die Möglichkeiten zu einer legalen und gefahrlosen Einreise nach Europa zu ermöglichen und um dem Tod im Meer Einhalt zu gebieten.“ In der Zwischenzeit, so Luca Mario Negro und Alessandra Trotta, müsse die wertvolle Arbeit der NGOs, die Menschen retten und in Sicherheit bringen, die den gefährlichen Weg übers Meer auf sich genommen haben, unterstützt und anerkannt werden. „Der Preis, der uns verliehen worden ist, ist uns Anerkennung und Ansporn, noch mehr in dieser Richtung zu tun. Unser Glaube und unsere Ethik verpflichten uns, dem Beispiel des Guten Samariters zu folgen.“

Fridtjof Nansen Preis UNHCR 

Der Fridtjof Nansen Pries wird seit 1954 jedes Jahr an Personen oder Organisationen vergeben, die sich für Menschen auf der Flucht einsetzen. Er ist nach dem norwegischen Polarforscher Fridtjof Nansen benannt, der von 1920 – 1930 als erster das Amt des UN-Flüchtlingskommissars bekleidete. Der Preis möchte an den unermüdlichen Einsatz und die große Menschlichkeit erinnern, mit der Nansen, allen Widerständen trotzend, sein Mandat ausübte.

Rom (NEV CS/64), 18.09.2019. Übersetzung: nd