Marsch der Religionsgemeinschaften durch Florenz

An die tausend Teilnehmer – Harmonie zwischen den Religionen und Friede in der Welt

Viele Menschen haben sich trotz grauen Himmels und drohenden Regens auf den Weg gemacht, um am Marsch der Religionen durch Florenz im Rahmen des Welttages der Harmonie zwischen den Religionen teilzunehmen. Die Stadt Florenz, so Stadtrat Massimo Fratini, begrüßte diese Initiative als ein Signal für Toleranz und friedvolles Miteinander.

Beteiligt haben sich die evangelischen Kirchen, Katholiken, Juden, Moslems, Buddhisten und viele andere mehr. Treffpunkt war San Miniato, der Weg der Religionsgemeinschaften führte vorbei an acht Stationen, darunter auch der Versammlungsort der muslimischen Gemeinde von Florenz, wo der Imam von Florenz und Vorsitzende der Union der islamischen Gemeinden in Italien, Izzedin Elzir die Teilnehmer des Marsches begrüßte.

Die zweite Station nach San Miniato war die evangelisch-lutherische Kirche. Pastorin Franziska Müller hieß die vielen Menschen im Namen aller evangelischen Gemeinschaften von Florenz willkommen. Ausgehend von der 759b043b-acca-44b1-8448-9562dca4fc60Jahreslosung 2019, „Suche den Frieden und jage ihm nach“, rief sie jeden einzelnen dazu auf, sich gemeinsam mit den anderen auf einen Friedensweg zu begeben. Sie bedankte sich im Namen aller für die Aufnahme in der Glaubensgemeinschaft von Florenz: „Wir sind dankbar hier Heimat gefunden zu haben, wie auch alle anderen evangelischen Gemeinschaften, Schweizer Reformierte, Baptisten, Waldenser, Adventisten und andere mehr. Wir danken dafür, angekommen zu sein in einer großen Gemeinschaft, in der wir Minderheit sind und es auch bleiben werden, sei es als Menschen mit ausländischen Wurzeln, sei es als Angehörige kleiner, christlicher Gemeinschaften, bzw. beides zusammen.“

Die Konfirmanden der ELKI-Gemeinde Florenz haben sich mit ihren Familien an der Initiative beteiligt und sind dazu aus der ganzen Toskana und der Emilia Romagna bis nach Florenz gekommen. Der Marsch der Religionsgemeinschaften richtete sich vor allem auch an die Jugendlichen als Zeugen für den Konsens, den positiven „Trialog“ zwischen christlichen Gemeinschaften, Moslems und Juden und für das friedliche Miteinander der Gemeinschaften.

 

nd