Gustav-Adolf-Werk e.V. (GAW) richtet Sonderfonds für verfolgte Christen ein
Generalsekretär Enno Haaks begrüßt Aufruf der EKD zur Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen
24.02.2010
Angesichts der zunehmenden Verfolgung von Christen in verschiedenen Ländern hat das Gustav-Adolf-Werk e.V. (GAW) 2010 erstmalig einen Sonderfonds in Höhe von 15 000 Euro eingerichtet, aus dem bedrängte und verfolgte evangelische Gemeinden schnell und unbürokratisch unterstützt werden können.
Während das GAW in den 1990er Jahren das Wachsen und Aufblühen evangelischer Gemeinden in den ehemals kommunistischen Staaten erlebte und unterstützte, beobachtet es heute eine zunehmende Unterdrückung von Christen in mehrheitlich islamischen Ländern. Die Partnerkirchen des GAW in den früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien beispielsweise leiden unter einer restriktiven Religionsgesetzgebung, die die gesetzlich vorgeschriebene Registrierung kleiner evangelischen Gemeinden verhindert, sie damit in den Untergrund drängt und angreifbar macht. Doch auch in mehrheitlich orthodoxem und atheistischem Umfeld begegnen evangelische Christen trotz „neutraler“ Religionsgesetzgebung subtilen Formen der Benachteiligung.
Enno Haaks, Generalsekretär des GAW: „Die direkte und indirekte Verfolgung von Christen ist in unserer heutigen Welt eine Realität, die im Bewusstsein der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Verfolgte Schwestern und Brüder sind darauf angewiesen, dass wir sie nicht vergessen, dass wir für sie eintreten und helfen, wo wir helfen können.“
Die EKD hat in diesem Jahr erstmalig zur Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen am Sonntag Reminiszere aufgerufen. Dieser Sonntag fällt in diesem Jahr auf den 28. Februar.
Enno Haaks: „Ein für den gesamten Raum der EKD ausgerufener Tag zur Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen ist ein wichtiges Zeichen gegen das Vergessen. Wir alle sind eingeladen, uns zu erinnern, was den ersten Christen geschah und was heute noch Christen überall in der Welt geschieht, ohne das wir es täglich bewusst wahrnehmen.“
(GAW-Pressemitteilung, 23.02.2010)


