LWB: Ulrich und Junge bekräftigen die Zusammenarbeit von Weltbund und Regionen
Hannover/Genf, 16. Januar 2012 (LWI) – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch – Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Gerhard Ulrich war zu einem ersten Besuch beim Lutherischen Weltbund (LWB) in Genf.
Mit seinem Besuch unterstrich Ulrich die engen Beziehungen zwischen der VELKD und dem LWB. Ulrich ist in Personalunion Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitee des LWB.
Der Leitende Bischof und Generalsekretär betonten die Bedeutung der gemeinsamen Vorbereitungen auf das Reformationsjubiläum 2017, die im international ausgerichteten Lutherzentrum in Wittenberg stattfinden.
Ein Schritt auf dem Weg zum Reformationsjubiläum sei eine in Vorbereitung befindliche Publikation des LWB und des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen im Blick auf 2017, berichtete Junge. Darin werde unter dem Stichwort „Heilung der Erinnerungen“ erstmals ein ökumenischer Blick auf die Reformation formuliert. Der besondere Beitrag der lutherischen Kirchen werde darin liegen, auch für die Jahre nach dem Jubiläum theologisch verantwortete Impulse in die Gesellschaft zu geben.
Junge wies darauf hin, dass für Oktober diesen Jahres eine LWB – Konsultation für mehr als 40 Vertreter weltweiter lutherischer Ausbildungsstätten in Wittenberg in Vorbereitung sei. Dabei werde es um ein besseres wechselseitiges Verständnis und die stärkere Vernetzung theologischer Ausbildungsstätten sowie um die heutigen Herausforderungen an die theologische Ausbildung gehen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Gespräche zwischen Ulrich und Junge lag auf dem diakonischen Engagement des LWB im kenianischen Flüchtlingslager Dadaab. Außerdem wird das Flüchtlingslager im nordöstlichen Kenia im Auftrag des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen vom LWB betrieben. Derzeit haben dort über 450.000 Menschen Zuflucht gefunden.


